Ruppert

News: Änderungen beim Gründungszuschuss greifen stärker als gedacht

Die Gesetzesänderungen von Ursula von der Leyen greifen besser als vermutet.
Die Gründungszahlen im Mai liegen beim Gründungszuschuss 88 Prozent unter denen des Vorjahresdurchschnitts, beim Einstiegsgeld sind sie um 68 Prozent zurückgegangen. Auffällig ist, dass die Zahlen von Monat zu Monat kontinuierlich abgenommen haben.

Dies bedeutet keineswegs, dass 88 Prozent der Anträge abgelehnt werden, sondern vielmehr, dass viel weniger Anträge GESTELLT werden. Die Berater bei den Arbeitsagenturen versuchen, möglichst viele Gründungswillige davon abzuhalten, überhaupt einen Antrag mitzunehmen, obwohl darauf ein Rechtsanspruch besteht. Auch beim Einreichen intervenieren sie häufig mit dem Hinweis, „der Antrag wird sowieso abgelehnt“. Damit schießen sie momentan völlig über das tatsächliche Sparziel hinaus. Es ist viel mehr Geld für den Gründungszuschuss budgetiert, als momentan vergeben wird.

Das Problem: Wer sich abschrecken lässt und gründet, ohne vorher zumindest einen Antrag abgeholt zu haben, verliert den Anspruch auf den Zuschuss. Wer sich dagegen von den Aussagen der Arbeitsberater nicht beirren lässt, sondern mit professioneller Unterstützung einen gut durchdachten Antrag und Businessplan einreicht, hat gute Chancen auf eine Förderung. Die Arbeitsagentur bewegt sich mit ihrer Politik rechtlich gesehen auf dünnem Eis.

Quelle: newsletter vom 7.6.12: Dr. Andreas Lutz, gruendungszuschuss.de

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